Es beginnt mit der Flucht nach Österreich, nicht einfach, nicht sehr offen für Flüchtende. Nicht sehr schön, wenn man das Gefühl hat, durchgewalkt zu werden von den Erwartungen und Vorurteilen der Mehrheitsgesellschaft. Die Protagonistin dieses Buches möchte ein schönes Ausländerkind sein, ein vorbildliches Ausländerkind. Wie absurd das alles ist, erfahren wir durch ihren Blick, aber auch, wie unvermeidlich es einen formt, in solch einer Situation aufzuwachsen.
Dieses Buch ist aber nicht nur ein Roman über Migration und Zugehörigkeit, es geht auch um Familie. Um eine besondere Beziehung zwischen Vater und Tochter. Unter all dem liegt ein wabernder Schmerz, eine Melancholie, die nicht überdeckt wird vom Witz dieses Textes. Auf dem Cover sieht man ein ausgestopftes Lamm, ein Symbol der Unschuld, ausgestopft, begafft zu werden. Dieser Roman war sehr gut. Ein wirklich gelungenes Debüt.
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