Lyrik nach Auschwitz

Die Dichterin Stella Rotenberg, Akademische Schriftenreihe V60806

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783638667616
Sprache: Deutsch
Umfang: 32 S.
Format (T/L/B): 0.3 x 21 x 14.8 cm
Auflage: 1. Auflage 2007
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Humboldt-Universität zu Berlin, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Als Theodor W. Adorno die Debatte über Lyrik nach Auschwitz mit seinen Thesen entfachte, gab es eine rege Diskussion darüber. Viele Literaten und Literaturwissenschaftler äußerten sich. Der Ort Auschwitz steht stellvertretend für alle Konzentrations- und Vernichtungslager, die die Nationalsozialisten in ganz Europa errichteten. Bei Auschwitz, polnisch Oswiecim, befand sich das größte Lager, in dem ungefähr 2,5 Millionen Menschen in Gaskammern ermordet und weitere 500 Häftlinge durch Hunger und Krankheiten umkamen. Diejenigen Menschen, die der Vernichtungspolitik der Nazis entkamen, mussten ihr Leben im Exil weiterführen, unter ihnen viele Schriftstellerinnen. Sie versuchten, auch unter den schwierigen Bedingungen des Exils, literarisch produktiv zu sein. Für manche wurden die Erlebnisse und Erfahrungen der Vertreibung aus ihrer Heimat und das Wissen über die Ermordung ihrer Verwandten und Freunde zum inneren Antrieb ihres Schreibens. Dieser endete meist nicht mit der Zerschlagung der nationalsozialistischen Herrschaft, sondern ging auch noch über das Jahr 1945 hinaus. Es wurde nicht nur versucht, gegen die Isolation im Gastland anzuschreiben, sondern auch durch die deutsche Sprache eine Art "Ersatzheimat" im Geiste zu schaffen. Dabei fungierte Literaturproduktion vor allem auch als Prozess des Erinnerns und des Mahnens, damit die Gräuel der Nationalsozialisten niemals vergessen werden würden. Eine fast unbekannte Schriftstellerin aus Österreich versucht seit sechzig Jahren im Exil ihre eigene Form von Literatur zu schaffen. Stella Rotenberg fällt aus dem eng gefaßten Rahmen der "Exilliteratur" heraus. Sie begann erst im britischen Exil zu schreiben und lebt heute noch dort. Vor allem ihre Gedichte zeigen den Versuch, die kaum gesprochene Mutter-Sprache als Heimatersatz zu errichten. Damit gibt sie eine Antwort auf die Thesen Adornos, denn sie schreibt Gedichte nach und über Auschwitz. Beginnend mit einer kurzen Zusammenfassung der Diskussion um Adornos Thesen will ich durch die Vorstellung der Autorin Stella Rotenberg aufzeigen, wie wichtig Lyrik auch nach Auschwitz ist. Um die Situation der exilierten Schriftstellerinnen deutlich zu machen, möchte ich einen kleinen Überblick über ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Zeit während und nach dem Zweiten Weltkrieg geben.

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