Beschreibung
Der Literaturwissenschaftler, Kulturvermittler und Publizist Arnost Vilém (Ernst Wilhelm) Kraus beschäftigte sich auf vielfältige Weise mit den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhängen in den Böhmischen Ländern, die durch die interkulturelle Zusammensetzung ihrer Bevölkerung geprägt waren. Dabei griff Kraus als Skandinavist und Germanist nicht nur auf den deutsch-tschechischen Vergleich zurück, sondern erweiterte seine Perspektive auch um die skandinavische, die ihm aufgrund seiner wissenschaftlichen Ausbildung zugänglich war. Der engagierte Intellektuelle begriff seine Arbeit über die Wissenschaft hinaus immer auch als eine kulturpolitische Aufgabe.Im von Helena Brezinová, Steffen Höhne und Václav Petrbok herausgegebenen Sammelband werden erstmals umfassend die fachlichen Interessen und die publizistische Tätigkeit von Kraus in einem breiteren historischen Kontext vorgestellt und mit Beiträgen zu seiner Biographie und seiner kulturvermittelnden Tätigkeit ergänzt.
Autorenportrait
Geboren 1958 in Düsseldorf. Studium der Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Wissenschaftlicher Angestellter (Germanistische Sprachwissenschaft) an der Heinrich-Heine-Universität (1987-1992). Von 1992-1996 Tätigkeit als Lektor an der Karlsuniversität Prag (Katedra Germanistiky), danach Hochschulassistent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Gastprofessuren in Oxford/Mississippi, Odense/Dänemark und Prag (KU und AMU). Habilitation über die deutsch-tschechischen Beziehungen im Zeitalter der Restauration. Seit dem Sommersemester 2000 Professor für Kulturmanagement und -wissenschaft an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Mitglied des Collegium Carolinum und des Herder Forschungsrates.
Schlagzeile
Arnost Kraus beschäftigte sich als Literaturwissenschaftler, Kulturvermittler und Publizist nicht nur zeitlebens mit den deutsch-tschechischen Beziehungen. Eine weitere Komponente seines Interesses bildeten auch die kontinuierlich präsenten Themen skandinavistischer (v.a. dänischer) Provenienz, die ihm ein Tertium comparationis zu seinen Reflexionen über die interkulturellen Verhältnissen in den Böhmischen Länder bildeten. Als Anhänger des späteren Präsidenten T. G. Masaryk verstand Kraus seine wissenschaftliche Aufgabe immer auch als eine kulturpolitische, wie z.B. in der Herausgabe der Zeitschrift Cechische Revue ersichtlich wird. Im von Helena Brezinová, Steffen Höhne und Václav Petrbok herausgegebenen Sammelband werden erstmals umfassend die fachlichen Interessen und die publizistische Tätigkeit von Kraus in einem breiteren historischen Kontext vorgestellt und mit Beiträgen zu seiner Biographie und seiner organisatorischen sowie kulturvermittelnden Tätigkeit ergänzt.>
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