Houston, wir haben ein Problem

Kuriose Geschichten aus der Raumfahrt

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783903005433
Sprache: Deutsch
Umfang: 220 S., vierfarbig, mit zahlreichen Abbildungen
Format (T/L/B): 1.9 x 23.8 x 15.9 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Raumfahrer sind die letzten Pioniere der Menschheit - sie nehmen unsägliche Strapazen auf sich, um die kleinen Schritte und großen Sprünge in das Unbekannte zu setzen, sie vollbringen Heldentaten in der Leere des Alls und trotzen mutig der schwarzen Ungewissheit, die jenseits der Erdanziehung auf uns wartet. aber es sind trotz allem Menschen! Mit Gewohnheiten, Fehlern und Unzulänglichkeiten. Weshalb musste ausgerechnet für eine italienische Astronautin eine Weltraum-Espressomaschine gebaut werden? Und was passiert, wenn man die mitgebrachten Zwiebelknollen lieber isst, als sie für biologische Experimente zu verwenden? Ulrike Schmitzer und Martin Thomas Pesl erzählen mit viel Witz und Esprit Wissenswertes und Kurioses aus Fiktion und Realität der Raumfahrt.

Autorenportrait

Martin Thomas Pesl lebt als Autor, Übersetzer, Sprecher & Lektor in Wien. Er ist freier Theaterkritiker bei der Wiener Stadtzeitung Falter. In der Edition Atelier erschienen: "Das Buch der Schurken. Die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur" & "Das Buch der Tiere. 100 animalische Streifzüge durch die Weltliteratur".

Leseprobe

Cristoforetti, Samantha - Einen Espresso, bitte! Astronauten müssen auf so manche Annehmlichkeit verzichten, während sie durch das Weltall düsen. Duschen mit feuchten Tüchern, Leben auf engstem Raum und mit kleiner Speisekarte, von der Privatsphäre ganz zu schweigen - doch was tut man nicht alles für Ruhm, Ehre und Schwerelosigkeit! Manchmal fällt es aber selbst der härtesten Astronautin schwer, völlig losgelöst vom Alltag in die Kapsel zu steigen. Man hat schließlich seine Gewohnheiten. Zum Beispiel Samantha Cristoforetti, die für ihre Mission ein neues wichtiges Equipment mit an Bord brachte. Sie flog im November 2014 als erste italienische Astronautin zur Internationalen Raumstation ISS. Und sie stellte weitere Rekorde auf: Bei ihrer Landung auf der Erde im Juni 2015 war sie nicht nur die Frau mit den meisten Tagen im Weltall, sondern definitiv der erste Mensch, der die gesamte Crew da oben mit frischem Kaffee versorgt hatte. Als entschieden wurde, dass Cristoforetti einen Langzeitaufenthalt im Weltraum absolvieren sollte, machte man sich auf die Suche nach einer alltauglichen Kaffeemaschine. Man muss ja schließlich auch werbewirksam auf die teuren Missionen aufmerksam machen. Da in der Schwerelosigkeit aber alles ein bisschen anders funktioniert, wurde die Firma Lavazza beauftragt, eine eigene Espressomaschine für unterwegs zu entwickeln. Kleiner Schönheitsfehler: Der Espresso muss mit einem Strohhalm aus einem Beutel geschlürft werden. Ob das unvergleichliche Kaffeearoma im Weltall auf diese Art seine volle Wirkung entfalten konnte, ist leider nicht überliefert.